Stöckli Bike: Rausschmiss der Familie Stöckli?

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Die Nachricht kam für Viele wie ein Paukenschlag. Die Familie Stöckli tritt nach 80 Jahren – das Unternehmen wurde 1935 gegründet – aus dem Unternehmen Stöckli Swiss Sports AG heraus, nachdem die in derselben Region beheimatete Unternehmerfamilie Kaufmann, die bereits seit 20 Jahren bedeutende Anteile hält, den Schweizer Ski- und Bikehersteller übernommen hat. Beni Stöckli sen. und seine Frau Rita haben sich bereits aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen, Beni Stöckli jun. soll Ende Jahr durch einen neuen CEO ersetzt werden. Was zu diesen Schritten geführt hat, ist für Aussenstehende nicht klar, aber es wirkt auf den ersten Blick wie ein Rausschmiss. Auf unsere kritische Hinterfragung hat man umgehend reagiert. Niklaus Knüsel, Verwaltungsratspräsident der Firma, hat sich persönlich gemeldet und stellt den Sachverhalt wortwörtlich wie folgt dar: „Die Familie Stöckli plante den Verkauf ihrer Unternehmensanteile bereits seit längerer Zeit. Mit der Anpassung der Unternehmensstrategie war für die Familie Stöckli der richtige Zeitpunkt gekommen, diese Absicht zu vollziehen. Der Rücktritt von Beni Stöckli jr. steht in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf der Unternehmensanteile durch die Familie Stöckli”. Was die Motivation von Beni Stöckli jun. ist, die Firma zu verlassen, darüber kann man nur spekulieren. War er nicht mehr der Richtige für den Job, obwohl gerade ausgezeichnet mit dem SwissAward? Weshalb die Kündigung, wenn das Unternehmen gut läuft? Doch vielleicht setzt der neue CEO, der noch nicht gefunden ist, auch neue Impulse. Erfreulich ist, dass man am Schweizer Standort und an den Arbeitsplätzen festhalten will, doch an der Strategie wird gefeilt. Running und Snowboard sollen aufgegeben werden, Ski und Bike verstärkt bearbeitet, neue Fachhändler im Fahrradbereich gefunden und die bestehenden Filialen „aufgehübscht”.

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