Ski WM 2017: Verdienter Sieg
 
Feb 12, 1 Monat ago
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Ski WM 2017: Verdienter Sieg

Ski WM 2017: Verdienter Sieg

Bild: Start bei der Abfahrt, Beat Feuz (Copyright: Ski WM St. Moritz 2017)

Nicht das erste Mal ist Beat Feuz der beste Kandidat des Schweizer Teams, wenn es um den Sieg in einer Abfahrt geht. Trotz langwierigen Verletzungspausen in den vergangenen Jahren hat er sich immer wieder hoch gekämpft und die Hand am Pokal gehabt, der ihm nur knapp und unglücklich entrissen wurde. Das letzte Mal bei der bedeutendsten Abfahrt des Weltcups, im Januar 2017 auf der legendären Streif in Kitzbühel, als er bei der letzten Zwischenzeit 0.73 Sekunden Vorsprung hatte und uneinholbar auf das letzte Stück einbiegen wollte. Ein unglücklicher Schlag schleuderte ihn unglücklich in die Netze und warf ihn aus dem Rennen, sonst hätte der Sieger des Hahnenkamm-Rennens Beat Feuz geheissen. Dass auf so viel Pech auch einmal Glück kommen sollte, ist lediglich eine Frage der Zeit, denn die Technik, das fahrerische Können, die Physis und auch die richtige Einstellung waren schon lange vorhanden. Es war ein glücklicher Umstand, dass dieses Glück nun auch gerade auf die Königsdisziplin Abfahrt bei der Weltmeisterschaft traf.

Bereits Ende der letzten Saison zeigte sich, dass Beat Feuz die Strecke in St. Moritz liegt. Sowohl die Abfahrt als auch den Super-G gewann er vor starker Konkurrenz im März 2016. Der Super-G an der WM war ihm jedoch nicht wirklich gelungen, doch der war wohl nicht das grosse Ziel von Beat Feuz. An seinem 30. Geburtstag (11. Februar 201) sollte der grosse Tag sein, doch das Schicksal meinte es anders, denn die Rennleitung entschied, das Rennen wegen Nebels abzublasen und auf den Folgetag zu verschieben. So wurde das Rennen auf den 12. Februar 2017 verschoben.

Carlo Janka eröffnete das Rennen, doch dies schien im Nachhinein nicht der beste Schachzug gewesen zu sein, da das Wetter im Verlaufe des Rennens immer besser wurde, die Sicht oben besser und das Rennen immer schneller. An seinem 28. Platz wird der Bündner keine Freude gehabt haben, doch es erging auch Manuel Osborne-Paradis nicht viel besser, der mit Startnummer 2 auf Platz 31 landete oder Adrien Theaux, der mit Startnummer 3 am Ende Rang 27 belegte. Mit Dominik Paris auf Startnummer 5 kam ein Abfahrtsspezialist ins Ziel, dem man einiges zutraute und der gleich die Führung übernahm, doch Landsmann Peter Fill vermochte ihn zwei Nummern später um ein paar Zehntel zu distanzieren. Dann startete Kjetil Jansrud mit Startnummer 9 ins Rennen, dem man grosse Chancen für den Sieg einrechnete, hatte er doch bereits die Silbermedaille beim Super-G geholt und prompt übernahm er im Ziel die Führung. Eine Bombenüberraschung lieferte Patrick Küng. Ihn hatte wohl niemand auf der Rechnung, schliesslich hatte er im Weltcup in den letzten Monaten keine Glanzresultate herausgefahren (Rang 7-35). Umso erstaunter waren alle, als im Ziel die Rennzeit grün aufleuchtete, er mit Jansrud gleichzog und beide die Nummer 1 innehielten. Mit der 13 startete der Kronfavorit Beat Feuz, dem vermutlich die ganze Welt die Daumen hielt. Diesmal war es nicht nur der Rennwillen, sondern auch das Rennglück, das ihm zur Seite stand. Doch vor allem seine kompromisslose und mutige Linienwahl wurde am Ende mit einem deutlichen Vorsprung von 0.39 Sekunden belohnt. Hochmotiviert startete auch Erik Guay, der Gold beim Super-G geholt hatte und er konnte das WM-Märchen fast perfekt machen und reihte sich auf Platz 2 knapp hinter Feuz ein. Mit Hannes Reichel, Max Franz und Matthias Mayer standen noch drei Österreicher oben, die Feuz noch gefährlich werden konnten. Max Franz schaffte es denn auch aufs Podest, die anderen beiden Kollegen mussten sich mit den hinteren Plätzen begnügen. Für Beat Feuz und die Schweiz war dieser Tag die Krönung der WM mit dem Sieg von Beat Feuz in der Königsdisziplin, für Patrick Küng und Kjetil Jansrud ein kleiner Wermutstropfen mit dem undankbaren 4. Platz. Alles in allem war es ein tolles Rennen mit einem absolut verdienten Sieger,

Rang Startnummer Athletin Fahrzeit Abstand
1 13 FEUZ Beat 1:38.91
2 17 GUAY Erik 1:39.03 +0.12
3 18 FRANZ Max 1:39.28 +0.37
4 10 KUENG Patrick 1:39.30 +0.39
4 9 JANSRUD Kjetil 1:39.30 +0.39
6 20 KILDE Aleksander Aamodt 1:39.40 +0.49
7 8 KLINE Bostjan 1:39.43 +0.52
8 16 SANDER Andreas 1:39.47 +0.56
9 7 FILL Peter 1:39.56 +0.65
10 21 ROGER Brice 1:39.73 +0.82
11 19 MAYER Matthias 1:39.77 +0.86
12 24 DRESSEN Thomas 1:39.79 +0.88
13 5 PARIS Dominik 1:39.80 +0.89
14 34 HROBAT Miha 1:39.97 +1.06
14 4 FAYED Guillermo 1:39.97 +1.06
16 38 MONSEN Felix 1:39.98 +1.07
17 15 REICHELT Hannes 1:39.99 +1.08
18 28 FERSTL Josef 1:40.04 +1.13
19 6 KRIECHMAYR Vincent 1:40.06 +1.15
20 25 GOLDBERG Jared 1:40.10 +1.19
21 29 CAVIEZEL Mauro 1:40.14 +1.23
22 26 CASSE Mattia 1:40.21 +1.30
23 23 MANI Nils 1:40.26 +1.35
24 22 KOSI Klemen 1:40.46 +1.55
25 11 GANONG Travis 1:40.50 +1.59
26 12 BENNETT Bryce 1:40.53 +1.62
27 3 THEAUX Adrien 1:40.63 +1.72
28 1 JANKA Carlo 1:40.64 +1.73
29 27 BIESEMEYER Thomas 1:40.65 +1.74
30 43 FAARUP Christoffer 1:40.82 +1.91
31 2 OSBORNE-PARADIS Manuel 1:40.84 +1.93
32 39 VON APPEN Henrik 1:41.09 +2.18
33 46 VERDU Joan 1:41.54 +2.63
34 40 KUZNETSOV Ivan 1:41.79 +2.88
35 35 KOELL Alexander 1:41.83 +2.92
36 36 OLIVERAS Marc 1:41.87 +2.96
37 44 BYDLINSKI Maciej 1:42.03 +3.12
38 30 PERKO Rok 1:42.06 +3.15
39 32 HUDEC Jan 1:42.09 +3.18
40 31 VUKICEVIC Marko 1:42.64 +3.73
41 33 BENDIK Martin 1:42.66 +3.75
42 47 PFIFFNER Marco 1:42.85 +3.94
43 41 BERNDT Ondrej 1:43.09 +4.18
44 45 ZABYSTRAN Jan 1:43.27 +4.36
45 48 SIMARI BIRKNER Cristian Javier 1:43.95 +5.04
46 56 ACHIRILOAIE Ioan Valeriu 1:44.73 +5.82
47 37 FOREJTEK Filip 1:44.97 +6.06
48 50 STEVOVIC Marko 1:44.98 +6.07
49 51 ZAKURDAEV Igor 1:45.07 +6.16
50 49 VON APPEN Sven 1:45.60 +6.69
51 55 TAHIRI Albin 1:46.86 +7.95
52 53 KEKESI Marton 1:47.76 +8.85
53 54 HORWITZ Kai 1:48.29 +9.38
52 NAGY Bence DNF
42 KLUSAK Michal DNF
14 CLAREY Johan DNF

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