30 Jahre Jubiläum von Radical

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Radical Radical
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Wie die Zeit doch vergeht, wird sich Mark Farner, der Gründer von Radical, doch fragen. 30 Jahre ist fast ein halbes Leben und für eine kleine Marke in dieser schnelllebigen Zeit eine gigantische Leistung. Kern der Strategie: maximale Individualität plus maximale Qualität für maximalen Fahrspass auf Schnee.

Ich lernte Mark Farner erst vor einigen wenigen Jahren kennen – unseren Sportguide gibt’s ja “erst” seit der Wintersaison 2006/07 – und hatte die verhältnismässig kleine Produktionsstätte in Zürich-Wollishofen bis anhin gar nicht wirklich wahrgenommen, obwohl ich beinahe täglich mit dem Auto daran vorbeifuhr. Bei jedem Gespräch, das ich mit dem Gründer führen darf, bemerke ich, welch gigantischer Wissensberg sich hinter ihm und seiner Marke verbirgt und welche beeindruckende Leidenschaft. Manchmal macht er fast zu sehr ein Geheimnis daraus, denn Profis in der Produktion sind wirklich Mangelware. Man muss wissen, dass andere kleine Marken ihre manchmal sehr luxuriösen Skier nicht selber produzieren, sondern in einer anonymen Fabrik oder bei der Konkurrenz produzieren lassen. Im Oktober diesen Jahres war ich beispielweise bei der Elan-Skifabrik in Slowenien eingeladen und hatte prompt Skier von Lacroix und von Stöckli (Tina Maze) gesehen, um zwei Beispiele zu nennen. Bei Radical ist das ganz anders, die Jungs produzieren alles von Hand in Zürich-Wollishofen, mit Bedacht, mit Präzision, mit Gefühl.

Wie alles begann
Doch woher kommt eigentlich der Name Radical, hat das was mit “radikal” zu tun? Als ich Mark darauf ansprach, erzählte er mir kurz seine persönliche Gründungsgeschichte und die Entstehtung von Radical. Er selbst entwickelte sich in seiner Kindheit und Jugend zu einem angefressenen Skater, nachdem das Skateboard anfangs/Mitte der 70er Jahre aus den USA nach Europa kam und damals eine Riesenhipe war. Als er als junger Mann nach Mexiko auswanderte, entdeckte er dort das Surfen oder Wellenreiten, wie es früher hiess. Nachdem er in die Schweiz zurückgekehrt war, verbrachte er 1981 ein Wochenende im Hochybrig (Skigebiet Zentralschweiz). Die riesigen Schneemengen inspirierten ihn, ein Snowboard zu entwickeln, denn auf diesen Schneemassen musste man doch auch surfen können. Er taufte seine Marke “Radical” in Anlehnung an den englischen Begriff “radical”, was mitunter “Wurzel” bedeutet. Radical bedeutet angewendet auf seine Boradermarke sinngemäss “back to the roots”, “zurück zum ursprünglichen Surferfeeling” oder auf die Skier angewandt “zurück zum ursprümglichen Gleitgefühl”. So begann er 1981 mit der Idee, ein eigenes Snowboard auf den Markt zu bringen, doch es dauert weitere drei Jahre, bis er es 1984 wahr machen konnte, sein Sportstudium, das er an der ETH Zürich absolvierte, hatte ihm wenig unternehmerische Freiheit gelassen. Nun darf sich Radical diesen Winter stolz auf die Schultern klopfen: das 30-jährige Jubiläum (1984-2014) ist geschafft! Ich gratuliere herzlich!

Skipalette: Kleinserie & Full Custom
Zum Jubiläum wurde auch der Skibereich nochmals überarbeitet. Für diesen Winter steht eine Kleinserie aus vier Modellen für alle Einsatzbereiche in den wichtigsten Dimensionen zur Verfügung: Race Carver, Carver, Allmountain und Freerider heissen die Modelle. Dabei liegt die Stärke von Radical vor allem im Custombereich. Und ich war überrascht, denn dies war mir bis zu unserem Gespräch gar nicht bewusst, da hält der liebe Mark Farner manchmal zu sehr hinter dem Berg. Bei Radical kann man sich einen Ski nach seinen Wünschen und Vorstellungen bauen lassen und zwar von A-Z. Material, Masse, Eigenschaften und Design können von den Käufern selbst bestimmt werden und werden von Radical nach einem intensiven Gespräch mit Kunden entwickelt und das alles bereits ab Fr. 2’975.00, da bieten anderen Luxusskimarken noch nicht ‘mal Stangenware. Kinder, da staunt man nicht schlecht. Schaut einfach bei Custom rein.

Ich wünsche Mark Farner und seinem Team, dass sie weitere 30 Jahre Erfolg mit Radical haben werden. An der Stelle gratuliere ich nochmals herzlich zum 30. Geburtstag von Radicla! Weiter so, Jungs!

Hier geht’s zur Homepage von Radical!

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