Egan Bernal heisst der 22jährige Kolumbianer und schreibt mit seinem Triumpf Radsport-Geschichte. Zusammen mit dem Sieg der Tour de Suisse ist das ein bemerkenswertes Jahr für den südamerikanischen Senkrechtstarter.
Tags zuvor fiel die Entscheidung in der letzten Bergetappe nach Val Thorens. Vincenzo Nibali, der schon zu Beginn der Tour eine Favoritenrolle dementierte, versuchte im Alleingang eine Etappe zu gewinnen und konnte seine nächsten Verfolger bis ins Ziel auf Distanz halten. Die erste Verfolgergruppe war gespickt mit grossen Namen, darunter Valverde der diese Etappe als zweiter beendete, aber auch Nairo Quintana, der tags zuvor als Etappensieger brillierte und Rigoberto Uran waren Teil dieser Gruppe genauso wie Thomas Geraint, der Vorjahressieger der Tour de France, der versuchte seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Der Waliser überquerte die Ziellinie als vierter hinter seinem Mannschaftskollegen Egal Bernard vom Team Ineos, dem er danach zum Toursieg gratulierte.
Julian Alaphilippe, der Franzose, der 21 Tage das «Major Jaune» trug, verlor etwas mehr als drei Minuten bis auf Nibali ins Ziel. Die Tour hatte er aber schon tags zuvor verloren, als er auf den Etappensieger über fünf Minuten einbüsste. Dennoch war er in diesem Jahr der französische Hoffnungsträger und Freude pur für seine Landsleute.
Emanuel Buchmann vom Team Bora HansGrohe wurde vierter im Gesamtklassement und damit bester Deutscher. Er startete einen letzten Angriff im letzten Kilometer der 19. Etappe, um vielleicht noch aufs Podium fahren zu können. Doch dieses Unterfangen wurde gleich zunichte gemacht und er konnte den Zeitabstand nicht entscheidend vergrössern.
Auf dem Siegerpodest In Paris standen schlussendlich der Sieger Egan Bernal, Thomas Geraint (Zweiter) und der Niederländer Steven Kruijswijk (Dritter) vom Team Jumbo-Visma.
Peter Sagan gewann das Punktefahren und Romain Bardet wurde als bester Bergfahrer ausgezeichnet.








