Lindsey Vonn holt heute bei der Damenabfahrt des Ski Alpin Weltcups in St. Moritz 6 Jahre nach ihrem offiziellen Karriereende und 7 Jahre nach ihrem letzten Weltcupsieg mit 41 Jahren einen atemberaubenden Sieg mit einem sagenhaften Vorsprung. So etwas hat die Sportwelt noch nicht gesehen!
Als sich Lindsey Vonn letzte Saison, 6 Jahre nach ihrem offiziellen Karriereende, im Skizirkus zurückmeldete, wurde das Comeback der 40-Jährigen etwas belächelt. Was will die „alte Dame“ hier noch, raunte es durch die Reihen, „ist ihr langweilig zuhause?“. Mit Resultaten zwischen den Rängen15 bis 40 waren die Erwartungen auch in keiner Weise erfüllt worden und die Kritiker sahen sich kopfschüttelnd bestätigt. Nun hiess es diesen Winter plötzlich „Vorsicht, Lindsey kommt auf Touren“, denn der ehemalige legendäre Skirennstar Aksel Lund Svindal aus Norwegen soll ihr angeblich unter die Arme greifen und veränderte sehr viel beim Training und beim Rennen. Und plötzlich holte sich Lindsey Vonn auch im Training den ersten Platz. Bei der heutigen TV-Übertragung im deutschen Fernsehen bezeichnete der ehemalige deutsche Skirennfahrer Felix Neureuther und heutiger Ski-Experte für das deutsche Fernsehen vor dem Rennen Lindey Vonn als Favoritin. Aha? Und er sollte Recht behalten. Lindsey Vonn sollte mit der Startnummer 16 ins Rennen gehen. nach dem Auftakt mit Nina Ortlieb übernahm die deutsche Skirennfahrerin Kira Weidle mit Startnummer 4 die Führung. die grossen Kracher sollten aber erst noch kommen. einer der Topfavoritinnen war die Österreicherin Cornelia Hütter, die für Bestresultate in den vergangenen Jahren bekannt war. Sie setzte sich mit 0.16 Sekunden Vorsprung vor Kira Weidle. Doch gerade einmal eine Nummer später holte sich das neue deutsche Skiwunder Emma Aicher die Führung. Nun ging es Schlag auf Schlag. Mit Startnummer ging Mirjam Puchner aus Österreich ins Rennen. Sie ist ein phantastische Gleiterin und holte sich bereits oben im Flachstück eine deutlichen Vorsprung, im Ziel waren es dann 0.25 Sekunden, mit welchen sie die Führung übernahm. Nun kam die „Grand Dame“, die italienische Abfahrts-Dominatorin Sofia Goggia, die oben jedoch mit 0.77 Sekunden sehr viel Zeit verlor und bis ins Ziel nur noch auf 0.15 Sekunden aufholen konnte, womit sie sich auf dem 2. Rang klassierte. Doch nun kam Lindsey Vonn, die insgeheime Favoritin gemäss Felix Neureuther und er sollte Recht behalten. Bereits oben leuchtete die Zwischenzeit grün auf, doch die unteren Passagen fuhr sie unglaublich gut, eigentlich zu gut, um wahr zu sein. Als sie schliesslich bei der Zielfahrt eine Vorsprung von 1.16 Sekunden auf ihre Verfolgerinnen herausfuhr, konnte man es nicht fassen. 1.16 Sekunden, wenn die Ränge 2-13 nicht einmal 1 Sekunde trennen, das ist eine gefühlte Galaxie und dies mit 41 Jahren und 7 Jahre nach ihrem letzten Weltcup-Sieg. Das ist schlicht unglaublich. So etwas hat man in der Sportwelt noch nicht gesehen. Lindsey Vonn ist einfach unglaublich und der Tag etwas für die Geschichtsbücher im Sport.




