Die grösste und verrückteste Rallye der Welt, die Dakar Rallye 2026, ist in vollem Gange. Die Fahrer der unterschiedlichen Kategorien preschen wieder durch die arabische Wüste. Hier gibt's keine Ampeln, keine Verkehrsregeln, keinen Asphalt und keine Tankstelle mit Shop, hier gibt's nur die unendliche Weite der Landschaft, die man mit Wahnsinnstempo durchqueren muss, über Schotterpisten, durch Geröllwüsten und Savannen und über endlose Sanddünen, in denen man gerne versinkt. Die Dakar ist nach wie vor das grösste sportliche Abenteuer der Erde.
Am 3. Januar 2026 ging’s los: Die Dakar Rallye 2026 startete in Yanbu, um nach 14 Etappen und rund 4700 km wieder in Yanbu zu landen. Nun rollt der unendliche Fahrzeugtross durch die arabische Wüste, Tag für Tag, Etappe für Etappe und bald ist die Hälfte geschafft. Dabei ist den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer gar nicht bewusst, dass sie in den Spuren von Thierry Sabine wandern, der 1979 die erste Rallye Paris-Dakar gründete. Er war ein echter Abenteurer, der die nordafrikanischen Staaten und ihr Wüstengebiet mit einer damals noch völlig unzureichenden Enduro-Maschine entdeckte. Es gab damals noch keine Wüstenenduros oder Reiseenduros wie heute. Vieles musste selbst gebaut und improvisiert werden, von den Schwierigkeiten bezüglich Verpflegung, Betankung oder Sicherheit ganz zu schweigen. Die Reise war effektiv gefährlich und abenteuerlich, doch genau diese Faszination des puren Abenteuers ist es, welche bis heute die Teilnehmer der Rallye in den Bann zieht.
Heute kommen sie in Scharen an, Private und Profis, mit Werksteam und riesiger Unterstützung, Mechanikern, uvm. In unterschiedlichsten Kategorien wird durch die Wüstenlandschaft gehetzt, sei auf dem Motorrad, im Cross-County-Wagen, im Side-by-Side Vehikel (SSV) oder sei es zu Dritt im Truck. Es ist ein millionenfach verfolgter Event mit einem riesigen Fahrzeugpark und einer beeindruckenden Organisation. Doch auch dieses Jahr sind wieder die üblichen Verdächtigen an vorderster Front wie z.B. Daniel Sanders, Ricky Brabec und Luciano Benavides liegen aktuell in der Kategorie Motorräder in Führung und belegen die ersten drei Plätze. Bei den Cars kämpfen so bekannte Namen wie Nasser Al-Attiyah, Mattias Ekström, Sebastien Loeb, Carlos Sainz, Toby Price oder Cristina Gutierrez um die Wüstenkrone. Und mit grosser Wahrscheinlichkeit einer der genannten Teilnehmer am Ende jubeln. Im Moment werden Medien und social Medien mit laufend neuen Videos und Shorts überflutet, welche von dem verrückten und faszinierenden Abenteuer berichtet. Millionen sind vom grössten Rallye-Abenteuer der Erde Jahr für Jahr wieder in den Bann gezogen. Noch warten 8 weitere Etappen auf die Teilnehmer und Zuschauer.





