Marco Odermatt holt beim heutigen Super G der alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2025 in Saalbach Gold. Dahinter reihen sich etwas überraschend Raphael Haaser und Adrian Smiseth Sejersted ein.
Das Fahrerfeld bei den Speed-Disziplinen der Männer ist diese Saison ziemlich schwach. Nur wenige bekannte Grössen sind auszumachen. Das Feld besteht aus vielen neuen Fahrern. Viele der alten Hasen kommen diesen Winter nicht auf Touren, sei es Dominik Paris oder sei es Vincent Kriechmayr. Aleksander Aamodt Kilde und Cyprien Sarraz sind verletzt. Ehemalige Renngrössen wie Beat Feuz oder Matthias Mayer sind zurückgetreten. Das macht das ganze etwas langweilig. Marco Odermatt hat sich im Weltcup zum absoluten Dominator gemausert. Doch kann ihm jemand gefährlich werden oder stellt er sich selbst ein Bein? Vor allem aus dem eigenen Team drohen Odermatt von Franjo von Allmen und Alexis Monney echte Konkurrenz. Ins Rennen ging um 11.30 Uhr der Norweger Adrian Sejersted bei herrlichem Wetter und besten Pistenbedingungen. Der Norweger zeigte eine saubere Fahrt, ohne dass Fehler zu verzeichnen wären. Doch was ist die Zeit wert? Von österreichischer Seite wird natürlich an der Heim-WM von Kriechmayr und Haaser alles erwartet. Mit der Nummer 4 ging der Schweiz Alexis Monney ins Rennen, doch er patzte prompt an der WM und schied aus. Mit der Nummer 5 vermochte der Österreicher Stefan Babinsky zu überzeugen, auch wenn er auf Sejersted fast drei Zehntel verlor. Nachdem der Kanadier Cameron Alexander mit Nummer 7 nicht angetreten war, stach Marco Odermatt ins Rennen. Der Schweizer zeigte einen starken Lauf, bei dem er den führenden Sejersted von Zwischenzeit zu Zwischenzeit distanziert. Mit 1.15 Sekunden Abstand übernahm er die Führung von Sejersted. Der folgende Vincent Kriechmayr war chancenlos und verlor auf Odermatt 1.20 Sekunden. Er holte sich damit die Ledermedaille auf dem 4. Schlussrang. Die nächste Hoffnung Österreichs folgte mit Raphael Haaser, der im Januar in Kitzbühel mit einem zweiten Rang brilliert hatte. Nun schob er sich elegant an Sejersted vorbei auf den zweiten Platz, doch noch mit einem satten Rückstand von einer Sekunde. Es hatte also theoretisch noch Platz zwischen Odermatt und Haaser. Dominik Paris schaffte es nicht an die Führenden heran. Franjo von Allmen verpatzte den Lauf und landete mit über zwei Sekunden Rückstand auf dem 12. Platz. Der Kanadier James Crawford, der noch in Kitzbühel das Hahnenkammrennen gewann, scheiterte kläglich und verlor über 3 Sekunden. Der Italiener Giovanni Franzoni, der mit der Nummer 19 ins Rennen ging, lieferte zwar vielversprechende Zwischenzeiten, doch er verpasst ein Tor – Aus! Ebenso vermochte der Slowene Miha Hrobat zu glänzen und nach den ersten beiden zwischenzeiten war klar, da kam jemand, um die anderen von den Medaillenplätzen zu vertreiben. Doch auch er scheiterte kläglich und fuhr an einem Tor vorbei – Aus! Am Ende standen mit Odermatt, Haaser und Sejersted ein ungewöhnliches Trio auf dem Podest.
Rang | Medaille | Fahrer | Nation | Fahrzeit | Differenz |
|---|---|---|---|---|---|
1 | Marco Odermatt | Schweiz | 1:24.57 | ||
2 | Raphael Haaser | Österreich | 1:25.57 | + 1.00 Sek. | |
3 | Adrian Smiseth Sejersted | Norwegen | 1:25.72 | + 1.15 Sek. | |
4 | Vincent Kriechmayr | Österreich | 1:20.77 | + 1.20 Sek. | |
5 | Fredrik Möller | Norwegen | 1:25.79 | + 1.22 Sek. | |
6 | Stefan Babinsky | Österreich | 1:25.87 | + 1.30 Sek. | |
7 | Dominik Paris | Italien | 1:25.88 | + 1.31 Sek. | |
7 | Ryan Cochran-Siegle | USA | 1:25.88 | + 1.31 Sek. | |
9 | Stefan Rogentin | Schweiz | 1:26.25 | + 1.68 Sek. | |
10 | Jeffrey Read | Kanada | 1:26.56 | + 1.99 Sek. |




