Kronplatz: Bikeparadies Dolomiten

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Es ist ziemlich selten, dass man ein Weltnaturerbe auch mit dem Bike erkunden kann. In der Bikeregion Kronplatz–Tauferer Ahrntal ist das kein Problem. Unzählige Wege, spannende Singletrails, Wald- und Forststraßen führen durch den Naturpark Fanes-Sennes-Prags, der 2009 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erhoben wurde und damit weltweit zu den schönsten zählt. Da wird garantiert jede Tour zu einem einzigartigen Erlebnis.

von Lisa Riedlsperger

Durch schattige Wälder, auf sonnige Almen, über die Ge-birgspfade und Pässe der Dolomiten oder doch lieber die Freeride-Trails am Kronplatz hinuntersausen? Wer in dieser Südtiroler Bikeregion seinen Urlaub verbringt, hat die Qual der Wahl. Ganz so schlimm mit der Qual ist es allerdings nicht, wenn man als Biker in einem der vier „Mountain Bike Holidays“-Hotels wie dem Mountain|Style|Spa|Resort Excelsior nächtigt. Hier kommen die Tourentipps von Werner Call, Hotelchef und Bikeguide in einer Person. Er ist Biker aus Leidenschaft und weiß, was seine Gäste brauchen. Werner hilft nicht nur bei der Touren-planung, sondern verleiht auch Mountainbikes und GPS-Geräte, bietet den Excelsior Bikeshuttle an, sorgt für einen professionellen Bike-Check, verwahrt die Bikes sicher in der Bikegarage, bietet eine Möglichkeit die verschwitzte Bikekleidung waschen zu lassen und geht am liebsten selbst mit seinen Gästen auf Tour.

In diesen Genuss kommen wir heute. In Bikeklamotten und mit reichlich Sonnencreme auf der nackten Haut stehen wir mit randvoll gefüllten Trinkflaschen am vereinbarten Treffpunkt. Gemein-sam mit Werner wollen wir heute vom Hotel in St. Vigil auf die Fanesalm und weiter zum Limo-Joch fahren. Die schmale Maut-straße führt uns die ersten 13 Kilometer sanft bergauf bis zur Pederü Hütte. Ideal für eine erste, kurze Kaffeepause. Danach geht es auf der Schotterstraße und bei einer Wahnsinns-Aussicht weiter. Der türkisgrüne Grünsee ist ein beliebtes Fotomotiv und ein Schnappschuss vor diesem Naturjuwel darf natürlich auch bei unseren Urlaubserinnerungen nicht fehlen. Werner ist nicht nur ein begnadeter Bikeguide, der auf all die Wünsche seiner Gäste eingeht, sondern auch ein toller Fotograf. Er gönnt uns die kurze Rast zur Erholung, denn er kennt die Strecke und weiß genau, dass der Weg ab hier stets steiler und anspruchsvoller wird. Die Luft zum Reden wird allmählich knapp, bis sie schließlich ganz ausgeht. Wir konzentrieren uns lieber auf einen gleichmäßigen Tritt und lauschen den spannenden Bikergeschichten von Werner, der uns bis zur Faneshütte führt. Eine wohlverdiente Pause! Doch welch Schreck, als ich merke, dass Werner daran vorbei radeln will. Ich lege lautstark Veto ein und wir gönnen uns eine kühle Erfrischung bevor es zum Limo-Joch weitergeht. Von dort geht es über groben Schotter in den Wintersportort Cortina d’Ampezzo, wo dieses Jahr der US-Amerikanerin Lindsey Vonn ihr 63. Karriere-sieg gelang und sich somit zur alleinigen Rekordsiegerin krönte. Die Zacken der Dolomiten leuchten rund um uns in einem strahlend schönen weiß, als wir auf der alten Militärstraße aus dem 1. Weltkrieg im Schatten der Bäume hinunterrollen. Kurz vor dem Parkplatz Fiames geht es zu-nächst über Asphalt, danach auf einem steilen Schotterweg zur Malga Ra Stua-Hütte. Unsere Biketour hat in der Zwischen-zeit den Charakter einer Hütten-Rallye angenommen, denn auch diesmal können wir einem Stopp nicht widerstehen und parken unsere Bikes am Zaun, während wir uns ein alkoholfreies Weizenbier gönnen. Schließlich geht es weiter zur Senneshütte. Sie liegt auf 2’126 Metern Seehöhe und ist somit die höchste Hütte auf unserer Tour. Wir genießen das einmalige Panorama. Dolomiten, Berge, Felsen, Gipfel wohin wir auch blicken. Schön langsam macht sich auch der Hunger bemerkbar. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und lassen es uns gut gehen. Wir genießen die deftigen Südtiroler Spezialitäten, allen voran Speck und Almkäse – mit dem Wissen, dass es danach nur noch bergab geht!

Auf Schotter sausen wir hinunter zur Pederü Hütte, wo uns noch ein Schmankerl, diesmal eines der anderen Art erwartet, nämlich in Form eines coolen Waldtrails, der uns entlang des Bachs über Wurzeln und Felsbrocken bis nach St. Vigil zurückführt. Während der Rückfahrt ins Hotel schweifen meine Gedanken immer wieder zur schönen Hotel-Wellnessoase ab. Wie hieß es sogleich auf der Website des Bike- und Wellnesshotels: „Im Castello di Dola-silla, dem Wellness-Schloss auf 5 Etagen, werden unsere Gäste herrlich verwöhnt. Ein großzügiges Wellnessangebot mit 17 Bade-, Schwitz- und Relaxattraktionen werden im 1’300 m² großen SPA Dolomiti geboten.“ Lärchensauna, Solegrotte, Tepi-dariumliegen, Relaxen am Pool, Asian Spa oder Sonne tanken auf der Zen-Terrasse? Meine müden Muskeln freuen sich auf Erholung und Entspannung jeglicher Art.

Gemütlich entspanne ich im Liegestuhl am Pool, als ich mit einem Ohr meinen Mann und Freunden bei der Tourenplanung zuhöre. „Morgen geht es auf den Kron-platz… herausfordernde Tour… viele Höhen-meter…“ Ohne mich. Ich genieße die Ruhe und freue mich schon darauf morgen samt Bike in die Gondelbahn zu steigen und den Kronplatz so zu bezwingen. Dank dieser Option umgehe ich den langen, steilen Aufstieg komplett. Bis die anderen eintreffen, werde ich den spektakulären Rundblick in alle vier Himmels-richtungen genießen. Das Panorama erstreckt sich von den Sarntaler über die Zillertaler Alpen und der Riesenferner-gruppe bis zu den Sextner Dolomiten. Mit den noch unangetasteten Energien geht es dann weiter zum Trail mit dem vielsagenden Namen Panoramaweg. Wie eine Achterbahn schlängelt sich die Abfahrt am Rücken des Kronplatzes entlang, um dann in urige, moosige Wälder abzutauchen. Völlig ungestört, fernab der Zivilisation, genießt man den Trail, der nie zu enden scheint. In Richtung Pfaffen-berg, kommt man am Wallfahrtsort Enneberg Pfarre, an der Südwestflanke des Kronplatzes, vorbei, bevor es schließlich wieder zurück zum Hotel geht.

Die Region Kronplatz-Sextner Dolomiten ist ein wahres Schmuckkästchen für jeden Biker, der großen Wert auf Indivi-dualität legt. Vom Radlweg durch das ganze Pustertal bis hin zu Touren mit mehreren tausend Höhenmetern finden sowohl Genießer als auch Biker, die auf echten Muskelkater und ehrliches Schwitzen stehen, die ideale Tour. Biken bis die Beine brennen oder der Tag einfach mal zu Ende ist, ist in dieser Region mit dem abwechslungsreichen Touren-netz in den unterschiedlichen Höhen-lagen kein Problem.

Anreise
Mit dem Auto von Zürich über die Autobahn nach Chur, bei Diepold-sau über die Grenze nach Österreich, auf Autobahn A14, A12 nach Innsbruck, Brennerautobahn nach Bozen, Ausfahrt Brixen/Pustertal bis Bruneck (30 km), Olang (42 km) und St. Vigil (43 km): Zürich – Bruneck ca. 380 km, 4-5 Std. Fahrt

Lage
Die Ferienregion Kronplatz befindet sich in der Dolomiten-Welt des Südtirols, nahe der Grenze Österreichs, umfasst 14 idyllische Gemeinden und den Naturpark Rieserferner-Ahrns.

Beste Reisezeit
März – Ende Oktober

Unterkünfte
Mountain|Style|Spa|Resort Excelsior****s
in St. Vigil in Enneberg www.myexcelsior.com

Hotel Reipertingerhof***s
in Bruneck/Reischach www.reipertingerhof.com

Sporthotel exclusive***s
in St. Vigil in Enneberg www.sporthotel-exclusive.com

Hotel Innerhofer***
in Gais www.hotel-innerhofer.com

Weitere Informationen zu Bike-Regionen und -Hotels bei
”Mountain Bike Holidays” www.bike-holidays.com

Adresse
Tourismusverband Ferienregion Kronplatz
Michael Pacher Str. 11a
I-39031 Bruneck
Tel. +39 0474 555447
www.kronplatz.com

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