Formel 1 – Grosser Preis von Korea 2013

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Formel 1 KoreaFormel 1 Korea
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Alles beim alten
Nach der Quali vom Vortag hatte man es schon ein wenig erwarten können, Sebastian Vettel fährt sich einen Start-Ziel-Sieg ein, schon wieder muss man sagen. Diese deutliche Überlegenheit ist ein Problem für den Unterhaltungswert des Sports: Wenn ich schon am Anfang weiss, wie das Rennen enden wird, ist die Luft aus der Spannung raus und die Langeweile übernimmt Regie. Doch andere Überraschungen sorgen für etwas Erstaunen und Unterhaltungswert. Aber alles schön der Reihe nach.

Unspektakulärer Start
Der Start verläuft ziemlich unspektakulär. Auf der 1 Sebastian Vettel, neben ihm Lewis Hamilton, dahinter Romain Grosjean und Nico Rosberg in der zweiten Reihe. Die Ampel erlischt, Vettel kann abziehen, Hamilton nur nachziehen, man ist nach der knappen Quali fast ein bisschen enttäuscht, schlimmer noch Grosjean macht Druck und schnappt sich Hamilton in den ersten Kurven und Vettel zieht ab und legt nach der ersten Runde bereits einen Abstand von 2.1 Sekunden auf die Verfolger vor. Massa dreht sich in Kurve drei und fabriziert einen Beinahe-Unfall, und erfreulich für das Schweizer Sauber-Team: Hülkenberg liegt bereits auf Platz 5 vor Alonso. In Runde 8 überholt Räikkönen Alonso, der hat offensichtlich ein Problem mit dem Speed, mit dem DRS? In der 11. Runde wechseln Vettel und Grosjean erstmals die Reifen.

Spannende Kämpfe bei den Verfolgern
Nachdem Vettel und Grosjean gefolgt von den Mercedes vorne wegziehen und ein etwas einsames Rennen fahren, wirkt der Kampf um den Platz 5 in den Runden 15-25 einiges spannender. Insbesondere Nico Hülkenberg auf Sauber ist bis aufs Äusserste gefordert, wird er doch im Zehntelabstand von Fernando Alonso auf Ferrari gejagt und um die Kurven gehetzt. Es wundert deshalb nicht, dass Hülkenberg von Zeit zu Zeit gerade in engen Rechtskurven Verbremser produziert und seinen rechten Vorderreifen zum Qualmen bringt, aber die beeindruckende Beschleunigung des Saubers aus den Kurven hält ihm alle seine Verfolger vom Leib. In der 26. Runde verabschiedet sich Paul di Resta aus dem Rennen und liegt im Gras. in der 27. Runde geht Hülkenberg zum Reifenwechseln an die Box. Hamilton beklagt seinerseits über Funk, dass seine Reifen am Ende seien, sein Teamkollege Nico Rosberg hat hier offensichtlich besser “gewirtschaftet”, denn dieser holt auf Hamilton einen Beinahe-10-Sekunden-Abstand auf ihn auf und überholt ihn auf der langen Geraden in der 28. Runde, als während des Überholmanövers aus unerklärlichen Gründen die Nase seines Formel1-Boliden nach vorne abkippt und ein Funkensprühen verursacht. Rosberg muss an die Box und verliert dort 22.6 Sekunden in der Box, da den Mechanikern der Wechsel der Front nicht auf Anhieb gelingt. Eine Riesenenttäuschung für den sympathischen Fahrer, er hatte sich mit seinem “Haushalten” beim Reifenverschleiss und dem Überholmanöver von Hamilton wieder einmal auf dem Treppchen gesehen und war nun unverdient zurückgefallen, das Rennen war für ihn nach diesem Malheur natürlich gelaufen, was für ein Pech! Auch nach dem Rennen war er deswegen ziemlich mit den Nerven runter. Verständlich.

2 Safety Car-Phasen
In der 31. Runde erleidet Sergio Perez einen Reifenschaden: Den Gummi des vorderen rechten Reifens jagt es dabei mit Teilen der Seitenverschalung in die Luft, die wieder auf die Fahrbahn knallen und die nachfolgenden Wagen gefährden, weshalb eine Safety Car-Phase eingeläutet wird. In der 37. Runde endet die Safety Car-Phase und Vettel zieht wieder ab, gefolgt von Grosjean, Räikkönen, Hülkenberg, Hamilton, Alonso und Button. Kaum neu gestartet wird Mark Webber von einem Force India in einer Kurve abgeschossen und dessen Car beschädigt, der kurz darauf stark zu brennen beginnt. Ohne das Auftauchen des Safety Car abzuwarten stürmt die Feuerwehr auf die Fahrbahn und es wird etwas chaotisch die 2. Safety Car-Phase in der 38. Runde eingeleitet. In der 47. Runde endet die 2. Safety Car-Phase und es führt Vettel vor Räikkönen, Grosjean, Hülkenberg, Alonso und Hamilton.

Noch einmal spannender Kampf bei den Verfolgern
Nachdem Vettel gefolgt von Lotus abziehen kann, gewinnt der Kampf um Platz 4 noch etwas Spannung. Dabei überholt Hamilton Hülkenberg, doch der schlägt bei der nächsten Gelegenheit zurück und Alonso versucht aus diesem Zweikampf Kapital zu schlagen, doch Hülkenberg auf Sauber behauptet sich dieses Rennwochenende als Sieger vor grossen anderen Teams wie Ferrari und Mercedes, da er es versteht, dank beeindruckender Beschleunigung aus den Kurven die grossen Teams auf Abstand zu halten.

Am Ende gewinnt – wenig überraschend – Sebastian Vettel auf Red Bull, vor Kimi Räikkönen und Romain Grosjean auf Lotus. Damit straft Räikkönen alle diejenigen Lügen, die ihm aufgrund des schwachen Qualifying mangelndes Talent oder mangelnde Motivation unterstellt hatten.

Rangliste Grosser Preis von Korea 2013

1. Sebastian Vettel Red Bull Racing 1:43:13.701
2. Kimi Räikkönen Lotus +4.2 Sek.
3. Romain Grosjean Lotus +4.9 Sek.
4. Nico Hulkenberg Sauber +24.1 Sek.
5. Lewis Hamilton Mercedes +25.2 Sek.
6. Fernando Alonso Ferrari +26.1 Sek.
7. Nico Rosberg Mercedes +26.6 Sek.
8. Jenson Button McLaren +32.2 Sek.
9. Felipe Massa +34.3 Sek.
10. Sergio Perez McLaren +35.1 Sek.
11. Esteban Gutierrez Sauber +35.9 Sek.
12. Valtteri Bottas Williams +47.0 Sek.
13. Pastor Maldonado Williams +50.0 Sek.
14. Charles Pic Caterham +63.5 Sek.
15. Giedo van der Garde Caterham +64.5 Sek.
16. Jules Bianchi Marussia +67.9 Sek.
17. Max Chilton Marussia +72.8 Sek.
Ausfälle
18. Jean-Eric Vergne Toro Rosso Runde 53
19. Daniel Ricciardo Toro Rosso Runde 52
20. Adrian Sutil Force India Runde 50
Ret Mark Webber Red Bull Racing Runde 36
Ret Paul di Resta Force India Runde 24

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