"Endlich Gold!"
 
Aug 22, 9 Monaten ago

„Endlich Gold!“

„Endlich Gold!“

Nach Bronze in Peking und Silber in London hat es Nino Schurter geschafft und gewinnt die Goldmedaille beim Mountainbike Cross Country Rennen bei der Olympiade in Rio de Janeiro. Jaroslav Kulhavy mit dem sich Schurter bis zum Ende ein packendes Duell geliefert hat, erreichte als Zweiter das Ziel.

von B. Fleckenstein

Die Überraschung am Start, wie in der 3. Ausgabe von Sportguide Bike berichtet, war die Teilnahme von Peter Sagan mit der Nummer 50. Die Experten räumten dem Strassenweltmeister jedoch keine ernsthaften Medaillenchancen ein.
In der ersten Linie reihten sich die Favoriten am Start ein. Schurter neben Kulhavy und Marco Fontana, dem Bronzegewinner von London. Und Fontana war es denn auch der nach dem Start die Führung übernahm. Schurter dahinter wurde verfolgt von Peter Sagan, der mit einen sagenhaften Sprint sich gleich in eine Spitzenposition brachte. Kulhavy war auf Platz fünf und hielt den Anschluss zu Schurter. Von Julien Absalon, dem zweifachen Olympiasieger und einer der grossen Favoriten, war zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen.
Nach der ersten Runde hatte Peter Sagan, der allen Kritikern zum Trotz den dritten Zwischenrang erreichte, einen Platten am Vorderreifen, genauso wie Fontana, der ebenfalls mit einem Defekt zu kämpfen hatte. Und bis zur Technik-Zone war es noch ein langer Weg. Das war Pech für die Beiden und das Aus für die Medaillenträume.

Kulhavy übernahm kurzeitig die Führung, gefolgt von Schurter, der sich nie nach hinten fallen liess. Der Italiener Braidot und der Spanier Coloma mochten ihnen zu folgen. Mitte der zweiten Runde zeichnete sich ab, dass der Kampf um Gold zwischen den Kontrahenten Kulhavy und Schurter ausgetragen wurde. Matthias Flückiger, der zweite Schweizer auf Rang fünf unterwegs, war zusammen mit Absalon und mit 39 Sekunden Abstand unterwegs. Hingegen kämpfte sich der Franzose Maxime Marotte nach vorne und machte dem Spanier Carlos Coloma die Bronzemedaille streitig.
Nino Schurter und Jaroslav Kulhavy setzten sich weiter ab. Es war ein stetes Kopf an Kopf Rennen. Die Beiden taktierten und warteten auf Fehler des Kontrahenten. Coloma und Marott folgten ihnen in der fünften Runde mit 35 Sekunden Abstand. Und Ende der fünften Runde griff Schurter an, denn er hat eine Schwäche bei Kulhavy ausgemacht, den er schon zuvor im steilen Terrain überholte.Kulhavy hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen und musste Schurter ziehen lassen. Bei der Zieldurchfahrt zur letzten Runde fuhr der Schweizer einen Vorsprung von 33 Sekunden auf den Tschechen heraus.
Kulhavy war geschlagen und Nino Schurter fuhr seinem Triumpf entgegen und überquerte nach 1:38:28 Stunden im Freudentaumel die Ziellinie. Endlich Gold! Jaroslav Kulhavy holte Silber, mit 50 Sekunden Abstand. Dritter wurde Carlos Coloma, der den Franzosen Marotte im letzten Drittel des Rennens abhängen konnte und sich vor der Zieldurchfahrt vor der applaudierenden Zuschauern verbeugte und so seiner Freude über den Gewinn der Bronzemedaille Ausdruck verlieh.

Rangliste
1. Nino Schurter (Schweiz) 1:38:28 Std.
2. Jaroslav Kulhavy (Tschechien) + 50 Sek.
3. Carlos Coloma (Spanien) + 1:23 Min.
4. Maxime Marotte (Frankreich) + 1:33 Min.
5 Jhonnatan Botero (Kolumbien) + 2:16 Min
6. Matthias Flückiger (Schweiz) + 2:24 Min.
7. Luca Braidot (Italien) + 2:57 Min.
8. Julien Absalon (Frankreich) + 3:15 Min.

Share "„Endlich Gold!“" via

No comments yet.

Leave a reply

More in News
Mai 13, 2 Wochen ago

8.61 m: Weitsprung-Rekord in Shanghai

Der Shanghai Golden Grand Prix bzw. das Diamond League Meeting in Shanghai stand rekordmässig, was den Weitsprung anbelangt, unter einem sehr guten Stern. Der Südafrikaner Luvo Manyonga stellte mit seiner beeindruckenden Weite von 8.61 m einen Meet…

Mai 10, 2 Wochen ago

Erste Rekorde am ersten Diamond League Meeting in Doha

Am letzten Freitag war es soweit, der Auftakt in die Diamond League Saison 2017 erfolgte in Doha (Katar). Noch waren nicht die grössten Stars in allen Disziplinen am Start, doch das Feld war bereits gut besetzt und es fielen auch erste Rekorde. von …

Mai 6, 3 Wochen ago

Ueli Stecks Tod erschüttert Bergsteiger und Fans weltweit

Er war auch jedem Nichtalpinisten in aller Welt ein Begriff, der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck aus dem Emmental. Ganz unerwartet erreicht uns die Nachricht von seinem überraschenden Tod und diese Nachricht ist ein Schock für alle Welt, abe…